Die Young Americans

Posted by Leaisabellesander on März 22, 2020 in Erfahrungen

2012 bin ich für ein Jahr nach Südkalifornien auf das “Young American College of the performing Arts” gegangen, um dort zu studieren. Nach neun Monaten bin ich mit dem Outreach Program drei Monate auf Europa Tour gegangen.

Als Unterhaltungsgruppe genießen die Young Americans seit den frühen 60er Jahren in den gesamten Vereinigten Staaten einen bekannten Namen. Jahrzehntelang waren sie Gäste in großen US-TV-Shows mit Julie Andrews, Andy Williams, Judy Garland, Bing Crosby und arbeiteten mit internationalen Stars wie Fred Astaire, Ed Sullivan, Bob Hope, Jerry Lewis und Gene Kelly zusammen.

 

Internationale Tourneen führten die Young Americans durch die gesamten Vereinigten Staaten und die ganze Welt nach Europa, Südostasien, Japan, Australien und Neuseeland. Sie konzertierten im Madison Square Garden, der Hollywood Bowl in Los Angeles, im Cow Palace in San Francisco und zahlreichen anderen internationalen Konzertstätten. Sie gaben Sonderkonzerte für die amerikanischen Präsidenten Ford, Nixon, Carter, Reagan, Bush und Clinton, und gestalteten internationale Großveranstaltungen wie z.B. die Eröffnung der Olympischen Spiele für Behinderte in Salt Lake City.

Das Programm der Young Americans ist eine wunderschöne lebendige und farbenfrohe Revue, eine Mischung aus Gesang und Tanz, Steptanz, Ballett und Gospelmusik, Jazz, Rock, Funk und Soul-Nummern und deckt das gesamte Spektrum vom Musical zu Hip-Hop und Modern Dance ab.

Im Jahre 1992 starteten die Young Americans eine einzigartige pädagogische Initiative: die MUSIC OUTREACH TOURS. Diese umfassen ganzjährige Serien von dreitägigen Workshops an allgemeinbildenden Schulen, zunächst in den gesamten USA und seit dem Jahre 2000 auch in Australien, Neuseeland, Großbritannien, Irland, der Ukraine, Luxemburg, den Niederlanden, Schweden, Spanien, Gibraltar, der Schweiz, Polen, Russland, Litauen, Estland, Lettland, Tschechien, Japan, China, Korea, Hong Kong, Südafrika und der Bundesrepublik Deutschland.

Im Laufe der drei Arbeitstage studieren die rund 40 jungen Performer*innen aus aller Welt mit jeweils 200 – 500 Personen starken Schulgruppen eine komplette Bühnenshow ein und bringen diese am Abend des letzten Workshoptages gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen zur Aufführung.

Ziel dieser Arbeit ist es, den Schüler*innen künstlerische Impulse zu geben und ihr Vertrauen in die eigenen kreativen Kräfte zu entwickeln. Darüber hinaus werden Teamfähigkeit, interdisziplinäres Denken, Selbstvertrauen und Selbstwertschätzung gefördert. Der Gedanke der interkulturellen Begegnung und die Erweiterung der Sprachkompetenz im Englischen spielen ebenfalls eine herausragende Rolle. Insbesondere jedoch im Bereich der Motivation und neuer Arbeitsformen ist die Arbeit der Young Americans unvergleichlich spannend und richtungsweisend.

Die wesentlichen Lernziele des Workshops sind bereits oben benannt worden. Aus den Erfahrungen der bisherigen Arbeit können wir mit Freude feststellen, dass diese auch erreicht wurden: Generell ist die Workshopzeit als enorme Bereicherung des Schulalltags empfunden worden. Schüler*innen und Lehrer*innen reagierten außerordentlich positiv auf die von den Young Americans gegebenen Impulse.
Die Lernatmosphäre und die Zusammenarbeit mit der jugendlichen Lehrgruppe wurden als überaus freudvoll und inspirierend empfunden.
An vielen Schulen hat sich in der Folge ein neues Miteinander der Schüler*innen untereinander ergeben, die Atmosphäre an der Schule hat sich gewandelt. Ein neuer gegenseitiger Respekt ist entstanden. Die Lernbereitschaft und das Lernverhalten haben sich positiv verändert.

An einigen Schulen sind in der direkten Folge der Arbeit mit den Young Americans kreative Initiativen entstanden, Theatergruppen, Tanzensembles, Performancegruppen sind ins Leben gerufen worden.

In den Jahren 2001 bis 2019 fanden bereits 34 Staffeln von Workshops in mehr als 700 Städten im gesamten Bundesgebiet und im umliegenden europäischen Ausland statt. In Großbritannien und Irland ist die Arbeit der Young Americans ebenfalls gut etabliert, hier gab es in den letzten achtzehn Jahren weitere 18 Touren mit insgesamt mehr als 400 Städten. Im Verlauf dieser Touren wurden viele Zehntausende von Schüler*innen und Pädagog*innen an allgemeinbildenden Schulen und Musikschulen erreicht.

Das Spektrum unserer Arbeit weitet sich immer mehr aus: Neben Schulen aller Schulformen, von der Förderschule bis zum Gymnasium, arbeiten die Young Americans auch in Universitäten und Studienseminaren mit Lehramtsstudenten, Lehrer*innen, insbesondere auch Referendar*innen. In vielen sozialen Einrichtungen, z.B. in der Jugendpflege, in Einrichtungen für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung, sowie Jugendgefängnissen haben ebenfalls eine Vielzahl erfolgreicher Workshops stattgefunden.

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